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Indische Brücke – das Baby in die richtige Geburtsposition drehen

Kurz vor der Geburt drehen sich die meisten Babys in die richtige Position. Idealerweise liegt das Ungeborene in Kopflage und schafft somit die optimalen Bedingungen für die anstehende Geburt. In manchen Fällen schafft es das Baby jedoch nicht, sich selbstständig zu drehen, weshalb die sogenannte Indische Brücke helfen kann. Dabei handelt es sich um eine einfache Übung, bei der Du Dich nicht großartig verrenken musst.

Wie die Indische Brücke funktioniert und wie Du Dein Ungeborenes so in die richtige Position drehst, haben wir in diesem Beitrag für Dich zusammengefasst.

Was ist die Indische Brücke?

Hier geht es nicht um einen geographischen Exkurs, sondern um eine Übung, mit der Du Dein Baby in die richtige Geburtsposition drehst. Bei der Indischen Brücke handelt es sich um eine Übung aus dem Hatha-Yoga. Uns ist wohl bewusst, dass Du in der Endphase Deiner Schwangerschaft keine ausgefallenen Verrenkungen mehr machen kannst. Keine Sorge, das ist auch gar nicht nötig. Das Einzige, was Du machen musst, ist Dich in Rückenlage zu begeben und dabei das Becken und den Bauch nach oben zu drücken.

Damit Du Dir genauer vorstellen kannst, wie Du diese Übung ausführen musst, haben wir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dich zusammengefasst.

So funktioniert die Indische Brücke:

  • Zunächst legst Du Dich in Rückenlage auf einen festen Untergrund oder eine Yogamatte.
  • Die arme legst Du neben Deinem Körper ab.
  • Als nächstes stellst Du Deine Füße in etwa hüftbreit auf.
  • In dieser Position machst Du ein paar entspannte Atemzüge.
  • Sobald Du ausatmest, hebst Du Dein Becken an und stemmst Die Füße fest in den Boden.
  • In dieser Position verharrst Du so lang wie möglich. Dabei solltest Du das Atmen nicht vergessen.
  • Wenn Du diese Position eine Weile gehalten hast, senkst Du das Becken wieder.
  • Anschließend drehst Du Dich auf die Seite und stehst wieder auf. Achte darauf, dass Dein Kreislauf in Schwung kommt.

Wie Du siehst, ist diese Übung kein Hexenwerk und kann ohne jegliches Equipment ausgeführt werden. Falls Du einen besonders großen Babybauch hast und Dir das Halten in der Position schwerfällt, kannst Du zur Unterstützung ein Kissen unter Deinen Po schieben.

Wie oft sollte man die Übung durchführen?

Wie oft Du die Indische Brücke ausführen solltest, hängt davon ab, ob sich Dein Kind schnell dreht oder eben nicht. Grundsätzlich solltest Du die Übung einmal täglich für 10 bis 15 Minuten ausführen. Falls sich Dein Baby danach noch nicht selbstständig dreht, kannst Du die Übung am nächsten Tag wiederholen.

Wenn sich bis kurz vor der Geburt nicht viel tut und es jeden Augenblick so weit sein könnte, dass sich Dein kleiner Schatz endlich auf den Weg macht, ist es ratsam, den Arzt oder die Hebamme aufzusuchen. So kann im Fall eines plötzlichen Blasensprungs frühzeitig verhindert werden, dass das Baby noch nicht die richtige Position eingenommen hat und es zu einem Kaiserschnitt oder gar Geburtskomplikationen kommt.

Was bringt die Indische Brücke?

Die Indische Brücke ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich Dein Ungeborenes kurz vor der Geburt noch nicht in Kopflage gedreht hat, sondern sich noch in Beckenlage befindet. Wer zunächst darauf verzichten will, dass der Arzt oder die Hebamme das Baby von Außen drehen, kann es zunächst mit der Indischen Brücke versuchen.

Die Position, in die sich Schwangere bei dieser Übung begeben, ist sowohl für die werdende Mutter als auch für das Ungeborene unangenehm. Das Ziel, das dabei verfolgt wird, ist, dass sich das Baby selbstständig dreht. Normalerweise kann das Baby es sich im Becken der Mutter ziemlich bequem machen und in dieser Position verharren. Bei der Indischen Brücke will man das Ungeborene dazu verleiten, die Position zu wechseln. Durch die Haltung soll der Po des Babys aus dem Becken der Mutter rutschen.

Wichtig dabei ist auch, dass die Schwangere nach der Übung möglichst schwungvoll aufsteht. So purzelt auch das Baby im Bauch in eine andere Position, die optimal für die anstehende Geburt ist. Weil der Kreislauf einer Schwangeren jedoch nicht immer auf Hochtouren fährt, sollte im Zweifelsfall immer eine Aufsichtsperson dabei sein.

Wie hoch sind die Erfolgschancen bei der Indischen Brücke?

Bei dieser Übung geht man kein großes Risiko ein, weshalb man die Indische Brücke gut und gern ausprobieren sollte. Doch wie erfolgreich ist die Übung überhaupt?

Es kann nicht garantiert werden, dass sich das Baby durch die Übung in die richtige Geburtsposition dreht. Dennoch gelingt es in den meisten Fällen, weshalb man von einer hohen Erfolgschance sprechen kann. Bevor Dein Arzt oder Deine Hebamme andere Maßnahmen durchführen, die oftmals unangenehmer sind, solltest Du es auf jeden Fall mit der Indischen Brücke versuchen.

Das solltest Du beachten

Damit Du Dich während oder nach der Übung nicht verletzen kannst und kein erhöhtes Risiko besteht, gibt es einige Dinge, die Du beachten solltest. Grundsätzlich ist die Indische Brücke für Mutter und Baby ungefährlich. Dennoch ist es wichtig, dass Du die Übung vorsichtig ausführst und sie stoppst, sobald es Dir schlecht geht.

Das kann passieren:

Damit weder Dir noch Deinem Baby etwas passiert, sollte bei der Ausführung stets eine Aufsichtsperson dabei sein. Falls Dein Kreislauf absacken sollte, ist jemand dabei, der Dir im Zweifelsfall helfen kann und somit verhindert, dass Du Dich verletzt.

In Kürze

Bei der Indischen Brücke handelt es sich um eine Übung aus dem Hatha-Yoga. Wenn sich das Baby vor der Geburt noch nicht in die ideale Position gedreht hat, kann die Mutter mithilfe dieser Übung die Drehung unterstützen. So kann die Schwangere unangenehme Maßnahmen umgehen, bei der das Kind vom Arzt oder von der Hebamme gedreht wird.

Indische Brücke – FAQ

Wie oft sollte man die Indische Brücke pro Tag machen?

Die Indische Brücke sollten Schwangere in etwa einmal für 10 bis 15 Minuten pro Tag durchführen. Wenn sich das Baby anschließend noch nicht gedreht hat, kannst Du die Übung am Folgetag wiederholen.

Ist die Indische Brücke gefährlich?

Grundsätzlich ist die Übung für Mutter und Kind ungefährlich. Gefährlich kann sie dann werden, wenn die Mutter Kreislaufprobleme bekommt und sich aufgrund dessen verletzt.

Ab der wievielten SSW kann man die Indische Brücke machen?

Die Indische Brücke kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn sich das Baby ab der 32. SSW noch nicht selbstständig in die ideale Geburtsposition gedreht hat.

Quellen

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